Wärmepumpe im Altbau

Lohnt sich die Anschaffung auch im Bestandsbau?

Kurz & knapp

  • Wärmepumpen sind auch in Altbauten eine effiziente Alternative zu fossilen Heizsystemen und können die Heizkosten um bis zu 45 % senken.
  • Studien belegen, dass für den Umstieg auf eine Wärmepumpe in den meisten Altbauten keine umfassende Sanierung erforderlich ist.
  • Selbst ohne Fußbodenheizung funktionieren Wärmepumpen effizient – meist genügen größere Heizkörper.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen sind die gängigste Wahl für Altbauten. Mit einer Förderung von bis zu 70 % sind sie bereits ab 9.000 Euro verfügbar.

Wärmepumpe im Altbau: Ist der Umstieg sinnvoll?

Moderne Wärmepumpen arbeiten auch in Altbauten effizient und sind längst nicht mehr nur im Neubau oder Effizienzhäusern verbreitet. Sie gelten inzwischen als bevorzugte Heizlösung im Bestand, da sie bis zu fünfmal effizienter sind als Gasheizungen.

Etwa 75 % der benötigten Energie gewinnen Wärmepumpen aus kostenloser Umweltwärme (Luft, Wasser oder Erde). Lediglich rund 25 % stammen aus zugeführtem Strom. Dadurch erreichen sie einen Wirkungsgrad von 300 bis 500 %, während Gasheizungen maximal knapp unter 100 % liegen.

Studienergebnisse: Wärmepumpen im Altbau sind effizient und zuverlässig

Eine fünfjährige Studie des Fraunhofer-Instituts zeigt, dass Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden wirtschaftlich und ökologisch überzeugen. Untersucht wurden 56 Bestandsgebäude mit unterschiedlichen Sanierungsgraden, von denen 60 % mit Luft-Wasser-Wärmepumpen ausgestattet waren.

Wichtige erkenntnisse

  • Das Baujahr eines Hauses hat keinen Einfluss auf die Effizienz einer Wärmepumpe.
  • Entscheidend für eine optimale Leistung sind eine durchdachte Planung sowie eine fachgerechte Installation.
  • Auch herkömmliche Heizkörper mit geringeren Vorlauftemperaturen eignen sich für den Betrieb, eine Fußbodenheizung ist nicht zwingend erforderlich.
  • Die in Wärmepumpen integrierten Heizstäbe für extreme Kälte (unter -15 °C) kommen nur selten zum Einsatz, mit einem Anteil von nur 1,9 % an der gesamten Heizleistung.
  • Die getesteten Wärmepumpen zeigten eine hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.

Quelle: Fraunhofer-Institut (2014–2019), WPsmart im Bestand – Wärmepumpenfeldtest

Wärmepumpe im Altbau: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Damit eine Wärmepumpe in einem Altbau effizient arbeitet, ist die richtige Auswahl des Systems entscheidend. Zwar sind grundsätzlich alle Wärmepumpen-Typen nutzbar, doch müssen die spezifischen baulichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Anders als bei Neubauten gibt es im Bestand oft weniger Spielraum für die Installation, sodass die Anlage individuell angepasst werden muss.

Besonders Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen stellen höhere Anforderungen an das Gebäude und das Grundstück. Die Verlegung von Erdsonden oder Brunnenbohrungen erfordert umfangreiche Erdarbeiten, die auf kleinen oder dicht bebauten Grundstücken schwierig umzusetzen sind. Zudem sind für solche Systeme meist Genehmigungen nötig, da Faktoren wie der Grundwasserspiegel oder die Bodenbeschaffenheit eine Rolle spielen. Dadurch kann sich der Installationsprozess über mehrere Monate hinziehen.

Neben den technischen Anforderungen sind auch Platzbedarf und der Zugang für schweres Gerät in bestehenden Gebäuden wichtige Aspekte, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen.

Luft-Wasser-Wärmepumpe: Die bevorzugte Wahl im Altbau

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind die mit Abstand am häufigsten genutzte Lösung in Altbauten und machen über 90 % der installierten Wärmepumpen in Deutschland aus. Ihr großer Vorteil liegt in der einfachen und schnellen Installation, die meist nur ein bis zwei Wochen dauert – ohne aufwändige Bauarbeiten oder Genehmigungen.

Da sie die Außenluft als Wärmequelle nutzen, werden sie in der Regel außerhalb des Hauses aufgestellt. Dabei müssen jedoch gesetzliche Vorgaben zum Schallschutz (TA Lärm) beachtet werden. Entscheidend ist, wie viele Dezibel tatsächlich auf dem Nachbargrundstück ankommen. Installateure helfen bei der optimalen Platzierung und können vor Ort ermitteln, welche Abstände bei welchem Gerätetyp einzuhalten sind.

Welche Heizkörper sind für eine Wärmepumpe im Altbau geeignet?

Besonders gut eignen sich Niedertemperatur-Heizkörper, da sie mit einer ähnlichen Vorlauftemperatur von etwa 40 °C arbeiten und die Wärme großflächig abgeben. Auch Plattenheizkörper mit etwas höheren Vorlauftemperaturen sind eine gute Option, da sie durch Strahlungswärme effizient heizen.

Röhren- oder Gliederheizkörper können in manchen Fällen ebenfalls genutzt werden. Hier sollte jedoch eine Prüfung durch einen Fachmann erfolgen, da sie oft für höhere Vorlauftemperaturen ausgelegt sind und bei einer Wärmepumpe nicht immer die gewünschte Heizleistung erbringen.

TIPP: Im Rahmen unseres Komplettpakets bieten wir einen Heizkörper-Check an, um zu prüfen, ob Ihre Heizkörper für den Wärmepumpen-Betrieb geeignet sind.

Wärmepumpe für Altbau ab 9.000 € inkl. Förderung

Bild zeigt eine Wärmepumpe von Viessmann mit Testsieger-Siegel mit dem Hinweis "schon ab 9.000€"

Wärmepumpe im Altbau: Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Viele Hausbesitzer zögern vor dem Wechsel von einer Gasheizung zur Wärmepumpe, da die Anschaffungskosten zunächst höher erscheinen. Doch lohnt sich die Investition langfristig? Eine Beispielrechnung zeigt, dass sich eine Wärmepumpe bereits nach wenigen Jahren amortisieren kann.

Wir vergleichen die Kosten der Anschaffung einer modernen Gasheizung mit denen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe für einen 4-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus mit einem Heizenergiebedarf von 20.000 kWh. Die Wärmepumpe in diesem Beispiel arbeitet mit R290 (Propan) als Kältemittel und profitiert von staatlichen Förderungen (Basisförderung, Klimageschwindigkeits- & Effizienz-Bonus). In der Regel beträgt diese Förderung 55% bezogen auf maximal 30.000,- € Anschaffungskosten. Beträgt das Haushaltseinkommen nicht mehr als 40.000,- € gibt es sogar 70% Förderung, also 21.000,- € vom Staat als Zuschuss geschenkt.

Kostenvergleich: Wärmepumpe vs. Gasheizung

Bild zeigt eine Tabelle mit einem Kostenvergleich von Wärmepumpe und Gasheizung

ERGEBNIS: Eine Wärmepumpe im Altbau amortisiert sich nach 6 Jahren.

FAZIT: Amortisation der Wärmepumpe nach 6 Jahren.

  • Nach Förderung ist die Gasheizung in der Anschaffung zwar 3.500 € günstiger, doch die jährlichen Betriebskosten der Wärmepumpe sind 600 € niedriger.
  • Dadurch gleicht sich der Kostenvorteil der Gasheizung bereits nach sechs Jahren aus.
  • Danach spart die Wärmepumpe Jahr für Jahr weiter – und das ohne steigende CO₂-Abgaben auf fossile Brennstoffe.

Wärmepumpe im Altbau: Förderung und Faktoren für geringe Kosten

Seit der Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zum 1. Januar 2024 gelten neue Förderbedingungen für den Einbau von Wärmepumpen. Hauseigentümer, die auf erneuerbare Energien umsteigen, erhalten jetzt deutlich höhere Zuschüsse. Ziel ist es, den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme finanziell attraktiver zu machen.

Aktuelle Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen im Altbau

  • 30 % Basisförderung – Für alle Käufer einer Wärmepumpe verfügbar.
  • 20 % Klimageschwindigkeits-Bonus – Für Eigentümer, die ihre noch funktionierende Gas-, Öl- oder Biomasseheizung frühzeitig ersetzen.
  • 30 % Einkommens-Bonus – Für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 40.000 €.
  • 5 % Effizienz-Bonus – Für Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln wie Propan (R290) oder für Erd-, Wasser- und Abwasserwärmepumpen.

Die Förderungen sind kombinierbar, jedoch auf maximal 70 % der Gesamtkosten von maximal 30.000,- € begrenzt.

Wichtige Faktoren für geringe Betriebskosten & schnelle Amortisation

1. Richtige Dimensionierung der Wärmepumpe

Damit sich die Wärmepumpe im Altbau möglichst schnell amortisiert, muss sie optimal dimensioniert sein. Eine zu kleine Anlage kann den Heizbedarf nicht effizient decken, während eine überdimensionierte Wärmepumpe unnötig hohe Stromkosten verursacht.

EMPFEHLUNG: Vor der Installation sollte ein Fachbetrieb eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchführen, um die benötigte Leistung exakt zu bestimmen.

2. Effizientes Kältemittel für bessere Leistung

Die Wahl des Kältemittels beeinflusst sowohl die Betriebskosten als auch die Förderfähigkeit. Immer mehr Hersteller setzen auf Propan (R290), das durch seine hervorragenden thermodynamischen Eigenschaften den Energieverbrauch senkt.

VORTEILE VON R290:

3. Hohe Jahresarbeitszahl (JAZ) für maximale Ersparnis

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zur eingesetzten Strommenge an. Eine hohe JAZ bedeutet, dass die Wärmepumpe besonders effizient arbeitet.

  • Mindestanforderung für Förderung: JAZ ≥ 3,0
  • Typische Ersparnis im Altbau: Heizkostenersparnis von bis zu 45 % im Vergleich zu fossilen Heizungen

TIPP: Die JAZ wird bereits vor der Installation berechnet, um die Förderfähigkeit zu sichern. Nach einem Jahr im Betrieb lässt sich die tatsächliche Effizienz unter realen Bedingungen ermitteln.

4. Kombination mit Photovoltaik für noch niedrigere Stromkosten

Immer mehr Hausbesitzer kombinieren ihre Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage. So kann ein Teil des benötigten Stroms direkt aus eigener Erzeugung genutzt werden.

FAZIT

GERINGERE KOSTEN DANK FÖRDERUNGEN & OPTIMALER PLANUNG

Dank der erhöhten Förderungen und einer gut geplanten Wärmepumpe lässt sich der Umstieg auf erneuerbare Energien auch im Altbau wirtschaftlich sinnvoll gestalten. Eine durchdachte Dimensionierung, die Wahl eines effizienten Kältemittels und eine hohe Jahresarbeitszahl sorgen für einen niedrigen Stromverbrauch und eine schnelle Amortisation der Investition.

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Warum ist der Umstieg auf eine Wärmepumpe genau jetzt sinnvoll?

Experten empfehlen den frühzeitigen Wechsel auf erneuerbare Energien, da Wärmepumpen inzwischen auch für Altbauten effizient nutzbar sind – ohne zwingende Dämmmaßnahmen.

Vorteile der Wärmepumpe im Altbau

Schon ab 9.000 € möglich: Mit den aktuellen Förderungen ist eine Wärmepumpe preislich auf dem Niveau einer neuen Gasheizung.

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